Convenience als Geschäftsmodell: Wenn freie Dienste plötzlich kosten
Ein neuer Trend scheint sich im mobilen Netz abzuzeichnen. Dienste, die im stationären Web kostenlos zur Verfügung gestellt werden, lassen sich ihre mobile Version bezahlen.
Beispiel Mindmeister: Die Mindmap-Plattform ist kostenlos nutzbar, blendet jedoch Werbung ein und benötigt eine Anmeldung. Mit einem Premiumaccount ist es jedoch möglich, die Werbung abzuschalten. Allerdings ist ein Arbeiten auch in der kostenlosen Variante sehr gut möglich.
Ein Blick in den AppStore verrät uns, dass wir für die mobile Version 5,49€ investieren müssen. Es gibt auch keine “Lite” Version, um die App zu testen. Somit muss der User darüber entscheiden, wie oft der unterwegs an seiner Mindmap arbeiten will und ob der dafür geforderte Preis gerechtfertigt ist.
Das Beispiel zeigt, dass sich mit dem mobilen Internet für manche Web-Services eine interessante Absatzquelle aufgetan hat. Wollen User ihre Dienste wirklich jederzeit nutzen, müssen sie in die Tasche greifen. Natürlich müssen Unternehmen in einem ersten Schritt ihre Nutzer von ihrem (kostenlosen) Angebot überzeugen, bevor ein kostenpflichtige mobile Variante überhaupt in Frage kommt.
Es wird interessant sein zu beobachten, ob dieses Geschäftsmodell greift oder User auch mobil eher zu kostenlosen und werbefinanzierten Apps greifen. Auf jeden Fall können einige Portale, die online mit einem tragfähigen Geschäftsmodell zu kämpfen haben darüber nachdenken, ob dies auch für sie eine ernste Einnahmequelle darstellen könnte.
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